Science and Peace


Max Planck

m-planck

“Wem es vergönnt ist, an dem Aufbau der exakten Wissenschaft mitzuarbeiten, der wird mit unserem großen deutschen Dichter sein Genügen und sein innerliches Glück finden in dem Bewusstsein, das Erforschliche erforscht zu haben, und das Unerforschliche ruhig zu verehren”.
RTEmagicC_unterschrift_Max_planck.gif

Links

Biografie 1 (Max Planck Gymnasium Göttingen)

Max Planck, Vortrag, gehalten am 17. Februar 1933 im Verein deutscher Ingenieure, Berlin – Origin of scientific idea – Ursprung und Auswirkung wissenschaftlicher Ideen

Max Planck bei wikipedia

Nobel Prize in Physics

Geheimrat Prof. Dr. Max Planck: Mein Besuch bei Adolf Hitler

Die Aussprache zwischen Max Planck und Adolf Hitler im Frühjahr 1933 war bisher bei vlelen Naturwissenschaftlern nicht einmal als Tatsache bekannt geworden. Ueber den Inhalt und Verlauf waren durch ,Flüsterpropaganda Berichte entstanden, die kaum mehr an die Wirklichkeit erinnerten. Die Phys. BI. haben daher Herrn Geheimrat Planck um eine authentische Darstellung gebeten. Mit Datum vom 6. Mai 1947 erhielten wir folgenden Bericht:

Nach der Machtergreifung durch Hitler hatte ieh als Prasident der KaiserWilhelm-
Gesellschaft die Aufgabe, dem Führer meine Aufwartung zu machen. Ich glaubte, diese Gelegenheit benutzen zu sollen, um ein Wort zu Gunsten meines jiüdischen Kollegen Fritz Haber einzulegen, ohne dessen Verfahren zur Gewinnung des Ammoniaks aus dem Stickstoff der Luft der vorige Krieg von Anfang an verloren gewesen ware. Hitler antwortete mir wörtlich: “Gegen die Juden an sich habe ich gar nichts. Aber die Juden sind alle Kommunisten, und diese sind meine Feinde, gegen sie geht mein Kampf.” Auf meine Bemerkung, daß es doch verschiedenartige Juden gäbe, fur die Mensehheit wertvolle und wertlose, unter ersteren alte Familien
mit bester deutscher Kultur, und daß man doch Unterschiede machen müsse, erwiderte er: “Das ist nicht richtig. Jud ist Jud; alle Juden hängen wie Kletten zusammen. Wo ein Jude ist, sammeln sich sofort andere Juden aller Art an. Es wäre die Aufgabe der Juden seIber gewesen, einen Trennungsstrich zwischen den verschiedenen Arten zu ziehen. Das haben sie nicht getan, und deshalb muß ich gegen alle Juden gleichmäßig vorgehen.” Auf meine Bemerkung, dall es aber geradezu eine Selbstverstiimmelung wäre, wenn man wertvolle Juden nötigen wurde auszuwandern, weil wir ihre wissenschaftliche Arbeit nötig brauchen und diese sonst in erster Linie dem Ausland zugute komme, ließ er sich nicht weiter ein, erging sich in
allgemeinen Redensarten und endete schließlich: “Man sagt, ich leide gelegentlich an Nervenschwäche. Das ist eine Verleumdung. Ich habe Nerven wie Stahl.” Dabei schlug er sieh kräftig auf das Knie, sprach immer schneller und schaukelte sich in eine solche Wut hinauf, dall mir nichts übrig blieb, als zu verstummen und mich zu verabschieden.

25jährige Bestehen der Kaiser-WilhelmGesellschaft

Als es im Januar 1936 galt, in Berlin das 25jährige Bestehen der Kaiser-Wilhelm Gesellschaft feierlich zu begehen, suchte Planck zwar keine öffentliche Konfrontation
mit dem Regime, die der Gesellschaft nur hätte schaden können, unterließ es aber
nicht, an ihre verstorbenen Wissenschaftlichen Mitglieder zu erinnern: “Manche von
ihnen gehören heute bereits der Geschichte an, und wenn ich hier die Namen Emil
Kraepelin, Carl Correns, Fritz Haber, Erwin Baur nenne, so gedenke ich mit dem
Gefühl schuldiger Ehrerbietung der Männer, welche in vorderster Reihe als Pioniere der Wissenschaft durch Erschließung neuer Anwendungsgebiete sich unvergängliche
Verdienste um das Vaterland und um unsere Gesellschaft erworben haben und damit
zugleich auch die Achtung vor der deutschen Wissenschatt in alle Länder der Welt
getragen haben.”

Die New York Times würdigte die Rede folgendermaßen: ” … Max Planck, to his everlasting honor, went as far as common sense permitted in defending the original policies and in reiterating his conviction that personalities and brains count
for more in scientific research than race or totalitarianism. Will the Gesellschaft be able to carry on its work in the old spirit of freedom? It is no longer a private institution. Government funds support it in part and Government officials sit on its administrative boards. Despite Max Planck’s influence it has lost its outstanding figures. Where is Fritz von Haber, for twenty years director of the Kaiser Wilhelm Institute for Physical and Electro Chemistry? Dead in an exile’s grave. Where are Einstein, Frank, Plaut, Fajans, Freundlich? Banished or forced out. Where are the obscure ‘non-Aryan’ assistants to the great? No one knows. The fate of even such eminences as the physiologists Otto Warburg (supported by the RockefeIler Foundation) and Otto Meyerhof is avowedly precarious. That a few outstanding ,non-Aryans’ are left we have Max Planck to thank. With the fate of the universities before us the future of the Kaiser Wilhelm Gesellschaft and its institutes is dark. Art organization that reckons only with ability, that declines to be influenced by considerations of race and religion, and that believes in the right of genius to go its own way has no place in a totalitarian State dominated by fanatics. As it is, German science takes its last stand in defending the integrity of the Kaiser Wilhelm Gesellschaft.

Comments are closed.